Hadersfeld


Das Projekt ist ein gutes Beispiel, wie abgelaufene, alte Bausubstanz ökologisch wie thermisch saniert, architektonisch wie funktionell aufgewertet und mit einfachen Mitteln stufenweise realisiert werden kann.

In einem ersten Schritt wurden die Räume im Inneren neu geordnet und strukturiert. Mit Wanddurchbrüchen, Abmauerungen und neuen Fensterproportionen entstand ein funktioneller, familiengerechter und angenehmer Lebensraum. Die Fassade wurde mit Flachs gedämmt und erhielt durch die senkrechte, hinterlüftete Schalung aus lasiertem Lärchenholz einen der Umgebung entsprechenden leichten Charakter. Mit ökologischen Materialien wie Flachs, Kork, Perlite und geöltem Holz sowie neuen Sanitärräumen wurde der Innenbereich saniert und aufgewertet. Die Energieerzeugung wurde auf einen Gasbrennwertkessel umgerüstet. Nach Süden wurde das Haus um eine gedeckte Terrasse erweitert.



Im zweiten Planungs- und Bauabschnitt wurde

im Norden ein großzügiger, gedeckter Eingangsbereich mit Carport und Lagerraum situiert. Dieser ist mit einer Glasschrägverglasung an das bestehende Haus angedockt.

Westseitig wurde ein neuer „schwebender“ Bauteil aus vorgefertigten Holztafelelementen errichtet und mit einem Glasgelenk mit dem Haus verbunden. Dieser Kubus erhielt eine hinterlüftete Verkleidung aus roten Holzwerkstoffplatten und ein extensiv begrüntes Flachdach.

Südseitig wurde die bestehende Veranda verglast und schafft damit einen idealen, flexiblen, vielseitig nutzbaren Übergangsraum mit Verbindung zu einer großen von einem alten Apfelbaum überdeckten Terrasse an der Südwestecke.

Im Inneren wurde die Substanz durch den Einbau einer neuen Küche sowie einen Kaminofen aufgewertet und damit eine sehr selbstverständliche und angenehm lebendige Wohnatmosphäre geschaffen.

 

 

Jahr
1998-2005
Auftraggeber
Familie Edl - Dieberger
Ort
3422 Hadersfeld
Wohnnutzfläche
178 m2